Großglockner 3798 m - Stüdlgrat (IV-) - Fanotkogel 2905 m

Juli 2019

Glocknergruppe




Vom Parkplatz führt eine breite Forststraße bis zur Lucknerhütte. Von dort folgt man einem gut ausgebauten Wanderweg in mäßiger Steigung entlang von alpinen, felsdurchsetzten Wiesen. Das Gelände wird zunehmend felsiger und wenig später erreicht man die Stüdlhütte. Ein Abstecher am Abend auf den Fanotkogel ist sehr empfehlenswert. Steigspuren führen von der Hütte in kurzer Zeit auf diesen Gipfel. Das obere Wegstück ist aufgrund des Schiefergesteins etwas rutschig und steinschlaggefährdet. Von der Stüdlhütte führen verschiedene Wegspuren den Geröllhang Richtung Stüdlgrat hinauf. In Serpentinen erreicht man die Hochfläche und den Rand des Teischnitzkees. Hier wird angeseilt. Am rechten Gletscherrand steigt man nur wenig steil zum Einstieg des Stüdlgrats hinauf. Der Stüdlgrat beginnt mit der Peterstiege, einem einfachen Blockgelände, auf dem teilweise sogar Steigspuren erkennbar sind. Ein Rinnenkamin (II+) ist die einzige schwierigere Stelle, bis man das Frühstücksplatzl erreicht. Ab hier beginnen die eigentlichen schwierigen Stellen. Man startet direkt mit einer Verschneidung (III), gelangt zur luftigen Kanzel (III) und steigt weiter im anhaltenden zweiten Schwierigkeitsgrat. Die Drahtseilverschneidung (III) wurde durch die angebrachten Drahtseile etwas entschärft. Man folgt weiterhin teilweise etwas ausgesetzt dem Grat (II), bis zur Schlüsselstelle, dem Hangelgrat (IV-). Darauf folgt erneut eine Platte (III+), die mit einem Fixseil versehen ist. Einige Stellen (II und II+) müssen noch überwunden, bis man das schon zuvor sichtbare Gipfelkreuz erreicht. Der Abstieg erfolgt über den Normalweg (II, teilweise Fixseile). Nach dem Abstieg vom Kleinglöckner gelangt man ins Eisleitl, das heutzutage zu dieser Jahreszeit keinen Firn mehr enthält. Empfehlenswert ist es im obersten Bereich kurz 20-30 m abzuseilen. Im Anschluss sind einige Seile und Stifte angebracht. Der untere Teil trägt Blankeis, über das in Serpentinen zum "Bahnhof" abgestiegen wird. Der restliche Abstieg zur Adlersruhe führt über Schnee/Firn (Achtung:  bei fortgeschrittener Schneeschmelze Gefahr, plötzlich bis zu den Knöcheln im Wasser zu stehen!) und Blockwerk. Von der Erzherzog-Johann-Hütte steigt man entlang des oberen Mürztalersteigs ab und quert den Ködnitzkees zur Stüdlhütte. Von dort steigt man über den Aufstiegsweg bis zum Parkplatz ab.


Gehzeiten:

 

1 h              Parkplatz - Lucknerhütte

2 h             Lucknerhütte - Stüdlhütte

30 min      Stüdlhütte - Fanotkogel

30 min       Fanotkogel  - Stüdlhütte

1 h 30         Stüdlhütte - Einstieg Stüdlgrat

1 h 30         Einstieg - Frühstücksplatzl

3 h             Frühstücksplatzl - Großglockner

1 h 30        Großglockner - Adlersruhe

2 h              Adlersruhe - Stüdlhütte

2 h             Stüdlhütte - Lucknerhütte

1 h              Lucknerhütte - Parkplatz 

 




Weg auf den höchsten Punkt Österreichs. Ausgehend vom Lucknerhaus zur Stüdlhütte. Abstecher und Kurztrip auf den Fanotkogel. Über den Teischnitzkees zum Einstieg des Stüdlgrates. Zu Beginn viel loses Geröll. Später ab dem Frühstücksplatzl guter Fels.
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Anfahrt: von Kals in Osttirol über die Kalser Glocknerstraße zum Parkplatz beim Lucknerhaus (gebührenpflichtig)